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EnEV-Häuser


ENEV Haus Wenn Sie den Bau eines neuen Hauses planen, sind Sie bei der Energieeffizienz dieses Hauses an gesetzliche Vorschriften gebunden. Diese für Neubauten geltenden Vorschriften können Sie der aktuellen Energieeinsparverordnung (kurz: EnEV) entnehmen. Ein Neubau wird EnEV-Haus genannt, wenn seine Energieeffizienz den Vorschriften des aktuellen Baurechts entspricht. Das EnEV-Haus erfüllt also nur die Mindeststandards. Sich für den geplanten Bau eines EnEV-Hauses um Fördergelder zu bewerben, ist deshalb etwa so, als würde man mit einem relativ schlechten Abschlusszeugnis einen guten Job suchen.

Was ist die EnEV?

Die EnEV (Energieeinsparverordnung) ist eine Bundesrechtsverordnung und somit Teil des deutschen Baurechts. Sie wurde erstmals im Jahr 2001 herausgebracht. Die aktuelle Version ist seit dem ersten Oktober 2009 in Kraft und wird EnEV 2009 genannt. Sie gilt für alle Bauvorhaben, die nach diesem Zeitpunkt umgesetzt werden: bei Wohngebäuden, Bürogebäuden und eine Reihe von Betriebsgebäuden. Zu den Betriebsgebäuden zählen beispielsweise Fabrik- und Lagerhallen.

Die Anforderungen an Energieeffizienz werden verschärft

Die aktuell gültige EnEV 2009 hat die Vorschriften für Bauherren rund um ihre energieeffiziente Immobilie im Vergleich zur zuvor gültigen EnEV 2007 verschärft. Die Energieeffizienz eines Neubaus muss heute um etwa dreißig Prozent besser sein als bei einem Haus, das nach den Vorschriften der EnEV 2007 gebaut wurde. 2012 wird die Energieeinsparverordnung voraussichtlich erneut geändert und dann abermals verschärft.

Was ist konkret anders geworden mit der EnEV 2009?

Die Energieeffizienz eines Hauses wird anhand der EnEV 2009 anders berechnet als zuvor. 

  • Der so genannte HT‘- Wert wird nicht mehr verwendet, um die Energieeffizienz von Immobilien festzulegen.
  • Nach wie vor werden Maximalwerte für die U-Werte (Anlage 3) eines Hauses angegeben. Sowohl der HT‘- Wert als auch der U-Wert sind Werte, mit denen Wärmeverluste einer Immobilie verglichen werden können.

Als Bauherr müssen Sie mittlerweile ebenso wie Bauarbeiten ausführende Fachunternehmen eine so genannte Fachunternehmer- und Eigentümererklärung unterschreiben. Mit ihr erklären Sie, dass Sie die Mindestanforderungen bei eingebauten oder geänderten Außenbauteilen sowie installierten gebäudetechnischen Anlagen erfüllen. Diese Erklärung müssen Sie mindestens fünf Jahre lang aufbewahren und, falls gefordert, vorlegen. 

Was hat EEWärmeG mit EnEV zu tun?

Neben der Energieeinsparverordnung müssen Sie als Bauherr heute auch das Erneuerbare- Energien- Wärme-Gesetz (kurz: EEWärmeG) beachten, das zum Klimaschutz-Programm der Bundesregierung gehört. Es schreibt Ihnen bei einem Neubau vor, einen Teil der für Heizung und Warmwasser benötigten Energie aus Anlagen für erneuerbare Energien zu gewinnen. Solch eine Anlage kann etwa eine Solaranlage oder auch eine Anlage zur Nutzung von Biomasse sein. Ihr heutiges EnEV-Haus muss also auch ein EEWärmeG-Haus sein. Ob die Vorschriften des EEWärmeG auch für bereits bestehende Gebäude gelten oder nicht, ist derzeit von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gelöst.

Wer fördert mir mein EnEV-Haus?

Ein EnEV-Haus zu bauen, bedeutet Bauen nach Vorschrift. Es bedeutet nicht: Bauen für eine optimale Energieeffizienz eines Gebäudes. Ein EnEV Haus wird beispielsweise von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als KfW 100 Haus gefördert. Die Zahl 100 bedeutet dabei: Der Energieverbrauch des Neubaus liegt bei einhundert Prozent der vorgegebenen Maximalwerte. Eine für Sie günstigere Förderung erhalten Sie beispielsweise beim Bau eines KfW 70 Hauses: Bei ihm werden die vorgegebenen Maximalwerte um dreißig Prozentpunkte unterschritten.

Was erfahre ich im LogIn-Bereich?

Lesen Sie im LogIn Bereich, wann die EnEV für Ihr Haus gilt, was sie für Auswirkungen hat und was das EEWärmeG Ihnen konkret vorschreibt.