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Märchen gehören ins Märchenbuch!



1) In Holzständerwänden können sich Mäuse einnisten!

1) In Holzständerwänden können sich Mäuse einnisten!

Als Holzständerwände werden selbst tragende Holzkonstruktionen bezeichnet, die beispielsweise zum Aufbau von Außenwänden bei Holzhäusern eingesetzt werden. Wenn Sie sich die Rohkonstruktion solch einer Holzständerwand anschauen, dann könnten Sie durchaus auf die Idee kommen, das Innere tauge gut als Nistplatz für Mäuse und andere Nager. Moderne Holzbautechnik setzt den kleinen Tieren aber deutliche Schranken und verhindert ihr Eindringen in die Wand beispielsweise durch spezielle Nagerschutzgitter. Die Gefahr, dass Nager eine Holzständerwand zum Wohnort wählen, sinkt dadurch auf Null. Wichtig ist allerdings die Arbeit von Fachleuten, um diesen Schutz auch tatsächlich zu realisieren.

2) In Passivhäusern oder den neuen luftdichten Häusern erstickt man!

Nein, das stimmt so nicht!

2) In Passivhäusern oder den neuen luftdichten Häusern erstickt man!

Tatsächlich werden moderne Passivhäuser so gebaut, dass sie eine fast luftdichte Außenhülle besitzen, sodass die im Hausinneren erzeugte Wärme auch möglichst im Haus bleibt. Dennoch erstickt niemand in einem Passivhaus. Luft dringt bei ihnen einfach nicht mehr unkontrolliert über schlecht gedämmte Wände und undichte Fenster ein. Stattdessen wird beispielsweise auf eine kontrollierte Lüftung mit Hilfe einer Lüftungsanlage gesetzt. Sie können natürlich weiterhin auch über geöffnete Fenster lüften, müssen es aber nicht. Lüftungsanlagen haben gleich eine ganze Reihe von Vorteilen: • Die Lüftungswärmeverluste Ihres Hauses sind gering. Dadurch sparen Sie Heizkosten und schonen die Umwelt. • Sie müssen keine Zugluft fürchten. • Da die Lüftungsanlage die Luft im Haus regelmäßig austauscht und auch Feuchtigkeit abtransportiert, müssen Sie keinen Schimmel an den Wänden fürchten. • Sie müssen sich auch nicht informieren, wie oft und wie lange Sie Fenster fürs Lüften öffnen sollten. Die Lüftungsanlage sorgt auch ohne Ihr Dazutun für frische Luft im Haus. Noch ein Wort zum Sauerstoff in der Raumluft: Mangelnder Sauerstoff in der Raumluft gehört zu den Dingen, die besonders häufig für Gefühle wie Müdigkeit mitten am Tag genannt werden. Es gibt Menschen, die fordern dann so vehement geöffnete Fenster, dass man glauben könnte, sie würden gleich ersticken. Aber vielleicht sollten diese Menschen doch lieber nach anderen Ursachen für ihre Müdigkeit suchen? Bei üblichen Arbeiten im Haushalt verbraucht ein Erwachsener beispielsweise zwischen fünfzehn und fünfzig Liter Sauerstoff pro Stunde. Ein zwanzig Quadratmeter großes Zimmer enthält etwa 10.000 Liter Sauerstoff. Würde die Luft in diesem Zimmer also beispielsweise einmal stündlich komplett ausgewechselt, könnten theoretisch zweihundert Menschen leichte körperliche Arbeit im Zimmer verrichten, ohne dass es ihnen an Sauerstoff mangelt.

3) Ein Haus mit Gipskarton eine windige Pappschachtel!

3) Ein Haus mit Gipskarton eine windige Pappschachtel!

Gipskarton mag ähnlich klingen wie das Wort Pappkarton, aber Sie bauen mit Gipskarton definitiv kein Haus von Pappe. Gipskartonplatten bestehen im Kern aus Gips sowie aus einer den Gips umgebenden Schicht aus Karton. Sie sind leichter als andere Baumaterialien, vereinfachen dadurch Bauarbeiten und werden mittlerweile sowohl beim Umbau von Altbauten als auch beim Neubau eingesetzt. Gipskartonwände stehen heute für eine moderne, flexible, schnelle und vor allem trockene Bauweise: Sie arbeiten weder mit Wasser noch mit Mörtel, der erst einmal austrocknen müsste. Das bedeutet: Sie können Wände und Decken sogleich weiterbearbeiten, also beispielsweise tapezieren. Stabil sind solche Wände auch: Wände aus Gipskarton besitzen bei richtiger Planung und Dimensionierung eine hohe Festigkeit und bieten einen sehr guten Schutz vor Feuchtigkeit. Um beste Ergebnisse zu erreichen, sollten Sie allerdings nicht auf eine einzige Lage relativ dünner Gipskartonplatten setzen. Wählen Sie dickere Stärken, zwei Lagen Gipskarton oder verkleiden Sie eine Wand erst einmal mit OSB (Grobspanplatten) und anschließend mit Gipskarton. Dann werden Sie auch keine Probleme haben, wenn Sie an dieser Wand einmal Bilder oder Möbel aufhängen möchten.

4) Strom veredeln?!

4) Strom veredeln?!

Irgendwie klingt es ja ganz reizvoll, Strom zu veredeln, aber was soll das genau bedeuten? Wird der Strom mit Goldlack bemalt? Nicht ganz! Gemeint ist damit, dass etwa Wärmepumpen mit einem Anteil Strom vier Anteile Wärme gewinnen. Nehmen wir das Beispiel einer Sole-Wasser-Wärmepumpe. Sie nimmt Wärme aus dem Erdreich auf, die durch die Zufuhr elektrischer Energie weiter gesteigert wird. Durch das technische Prinzip der Wärmepumpe wird der Strom dadurch mit einem besonders guten Wirkungsgrad genutzt. Durch den Einsatz von relativ wenig Strom wird also relativ viel Wärme fürs Haus gewonnen. Manch einer spricht deshalb von einem Energiegewinn und der Veredelung des Stroms. Doch Energie kann letztlich nur umgewandelt werden und nicht aus dem Nichts entstehen.

5) Alte Fenster sind viel besser, da kein Schimmel vorkommt!

5) Alte Fenster sind viel besser, da kein Schimmel vorkommt!

Wir müssen gestehen, da ist erst einmal etwas Wahres dran. Alte Fenster sind oftmals undichte Fenster. Anders ausgedrückt: Sie sind nicht luftdicht! Sie sorgen daher für einen guten Luftaustausch, durch den Feuchtigkeit nur wenige Chancen hat, sich beispielsweise als Nährboden für Schimmel an Wänden festzusetzen. Allerdings sorgen alte Fenster oftmals auch dafür, dass es in Ihrem Haus zieht und dass sich Wärme nur schlecht in Ihrem Haus hält. Fassen wir zusammen: Alte Fenster sorgen also für Luftaustausch, für den Sie dann jedoch dicke Nachteile in Kauf nehmen müssen. Neue Fenster sind luftdicht. Sie tragen also nicht zum Luftwechsel bei, halten aber Wärme im Haus und sorgen dafür, dass es im Haus NICHT zieht. Müssen Sie dafür Feuchtigkeit und Schimmel in Kauf nehmen? Natürlich nicht. Die Energieeinsparverordnung ENEV 2009 schreibt heute ein so genanntes Lüftungskonzept vor, wenn ein Drittel der Fensterfläche Ihres Hauses ausgetauscht wird. Im Rahmen eines solchen Konzepts sorgen beispielsweise Lüftungsanlagen für den notwendigen Luftaustausch im Haus. Anders als bei Häusern mit alten Fenstern ist dann nicht nur der Luftaustausch gesichert, Ihr Haus ist zudem energieeffizient und rundum behaglich. Und das ist die weitaus bessere Variante.

6) Im Dachgeschoss oder Holzhaus ist es im Sommer immer heiß!

6) Im Dachgeschoss oder Holzhaus ist es im Sommer immer heiß!

Es gibt Leute, die in Dachzimmer-Wohnungen gelebt haben, und solche Dinge sehr glaubhaft behaupten. Eventuell haben sie sogar Recht. So kann sich eine alte und unsanierte Dachzimmer-Wohnung im Sommer tatsächlich zur kleinen Sauna verwandeln. Das gilt insbesondere dann, wenn dunkle Oberflächen (schwarze Dachziegel oder dunkle Holzwände) das Zimmer umgeben. Dunkle Flächen absorbieren Sonnenstrahlen eher als helle und geben sie als Wärme ans Zimmer ab. Ist das Dachzimmer oder das Holzhaus allerdings richtig gedämmt, werden die Temperaturen auch im heißen Sommer auf angenehmem Niveau bleiben. Das mag erst einmal etwas eigenartig klingen, weil man Dämmung ja meistens mit Wärmedämmung verbindet, die Heizungswärme im Winter im Haus hält. Eine gute Dämmung kann aber beides: Wärme im Winter im Inneren und Hitze im Sommer draußen halten. Als passender Dämmstoff sind beispielsweise Holzwolle–Leichtbauplatten geeignet, während einfache Mineralwolle für den sommerlichen Wärmeschutz eine schlechtere Wahl ist. Generell gilt jedoch: Dämmen schützt Sie in jedem Fall auch vor zu heißen Räumen. Neben der Dämmung eignen sich Verschattungssysteme für Dachfenster gut, um Hitze im Sommer draußen zu lassen. Wer also in modern sanierten Dachzimmern oder in Holzhäusern wohnt, die einem neueren Stand der Technik entsprechen, muss keinen Hitzschlag fürchten.

7) PV-Module benötigen zur Herstellung genauso viel Energie wie sie in ihrer Laufzeit erwirtschaften!

7) PV-Module benötigen zur Herstellung genauso viel Energie wie sie in ihrer Laufzeit erwirtschaften!

Das ist auch so ein Ammenmärchen, das sich hartnäckig hält. Würde die Produktion eines Photovoltaik-Moduls tatsächlich soviel Energie benötigen wie die Menge an Energie, die schließlich mit Hilfe des Moduls nutzbar gemacht wird, wäre nicht viel gewonnen. Man hätte die Menge X an Energie eingesetzt und würde dieselbe Menge X an Energie wieder herausbekommen. Aber es ist anders: Solarzellen wandeln weitaus mehr Sonnenenergie in nutzbaren Strom um, als nur die Menge an Energie, die zu ihrer Produktion nötig gewesen ist. Und sobald die Menge der aus der Sonne gewonnenen Energie genauso hoch ist wie die Menge der zur Modulproduktion verbrauchten Energie, hat sich das Solarmodul energetisch amortisiert. Ab diesem Zeitpunkt arbeiten Photovoltaikmodule auch aus energiepolitischer Sicht effizient. Laut einer Studie der TU Berlin amortisiert sich eine Dünnschichtzelle bereits nach siebzehn bis Monaten, polykristalline Solarzellen nach 25 bis 57 Monaten und monokristalline Solarzellen nach 48 bis 75 Monaten. 75 Monate sind sechs Jahre und drei Monate. Da auch monokristalline Solarzellen in der Regel mindestens zwanzig Jahre funktionieren, bleibt selbst bei ihnen noch ausreichend Zeit, die für die Produktion eingesetzte Energie beim Output um ein Vielfaches zu übertreffen. http://www.volker-quaschning.de/datserv/kev/index.php

8) Die Technik der Photovoltaikanlagen ist noch nicht ausgereift.

8) Die Technik der Photovoltaikanlagen ist noch nicht ausgereift.

Es ist anzunehmen, dass der Wirkungsgrad von Photovoltaikanlagen in zwanzig Jahren deutlich höher sein wird als der von heutigen Anlagen. Schließlich arbeiten Tausende Entwicklungstechniker auf der ganzen Welt an immer effizienteren Methoden, die Energie der Sonne zu nutzen. Man könnte also durchaus sagen, die Technik sei heute noch nicht ausgereift, und zwanzig Jahre oder länger warten. Aber ist das sinnvoll? Wer hätte sich mit dieser Argumentation vor zwanzig Jahren ein Auto gekauft, wohl wissend, dass Autos kommender Generationen mehr bieten? Wer hätte sich einen Fernseher gekauft? Oder ein Telefon? Heutige Photovoltaikanlagen arbeiten bereits mit Modulen, auf die Hersteller zwanzig oder 25 Jahre Garantie geben. Sie haben also die Gewissheit, dass die Module mindestens über diesen Zeitraum für Sie Strom produzieren. Laut eines Dossiers der Bundesumweltministeriums (Stand: Juli 2010) gewinnt man beispielsweise in Norddeutschland mit einer heutigen Standard-Photovoltaikanlage auf einem dreißig Grad geneigten Dach bis zu 800 kWh/kWpeak Energie. An einem Computer, der eine Leistung von 200 Watt in der Stunde benötigt, könnte man damit immerhin knapp 167 Tage im Jahr Tag und Nacht arbeiten.

9) Photovoltaik funktioniert nur im Sommer.

9) Photovoltaik funktioniert nur im Sommer.

Es klingt erst einmal logisch: Wenn die Sonne weniger Kraft hat, bringt die Nutzung ihrer Energie auch nichts. Also lohnt sich eine Photovoltaikanlage nur im Sommer und im Winter praktisch gar nicht. Das mag irgendwie logisch klingen, ist aber definitiv falsch. Man glaubt es vielleicht kaum, aber an sonnigen Tagen im Winter arbeiten Photovoltaikanlagen in der Regel am besten. Warum? Weil die Anlagen an allzu heißen Tagen im Sommer durch eine erhöhte Betriebstemperatur an Leistung verlieren. Entgegen anders lautender Behauptungen, ist eine Photovoltaikanlage übrigens auch an bewölkten Tagen nicht ohne Wert. Es ist ja keineswegs so, dass Wolken die gesamte Sonnenenergie von der Erde fernhalten. Photovoltaikanlagen arbeiten deshalb an klaren Tagen zwar effizienter als bei Regenwetter, sie produzieren aber auch an bewölkten Tagen Strom aus Sonnenenergie. Gut zu wissen für Bewohner regnerischer Regionen. Wenn Sie genauer wissen möchten, wie viel Ihre Photovoltaikanlage nun tatsächlich an Strom produziert, können Sie eine Anlage mit einer Datenschnittstelle nutzen. Über die Schnittstelle lässt sich jederzeit ablesen, wie viel Strom Ihre Anlage gerade produziert.

10) Photovoltaik kann nur einen geringen Bruchteil der Stromversorgung garantieren.

10) Photovoltaik kann nur einen geringen Bruchteil der Stromversorgung garantieren.

Das wird immer wieder gerne von denjenigen behauptet, die sich für andere Varianten der Stromversorgung stark machen. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Aussage richtig ist. Die Energie der Sonne steht der Menschheit in einem Ausmaß zur Verfügung, bei dem keine andere Energiequelle auch nur annährend mithält. Die gesamte Energie der Sonne, die die Erde erreicht, ist etwa 10.000-mal höher als der derzeitige Energiebedarf der gesamten Menschheit. Und es ist höchstwahrscheinlich, dass die Sonne diese Energie in den nächsten fünf Milliarden Jahren liefern wird, ohne dafür irgendeinen Preis zu verlangen. Die Ansicht, dass die Nutzung dieser Energie mehr ist als der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein, hat daher längst auch die Politik erreicht. Politiker der Europäischen Union rechnen bei optimalen Bedingungen damit, dass Solarenergie bereits im Jahr 2020 insgesamt zwölf Prozent des Strombedarfs in der EU deckt.

11) Die „Atmenden Wände“ erlauben eine Frischluft Zufuhr und ermöglichen ein Wasserdampftransport.

11) Die „Atmenden Wände“ erlauben eine Frischluft Zufuhr und ermöglichen ein Wasserdampftransport.

Atmende Stoffe sind populär geworden. Es gibt atmende Jacken und TV-Spots werben für atmende Schuhe, durch die etwa Füße kühl bleiben und Schweiß entweicht. Vielleicht hält sich aus diesem Grund das Gerücht so hartnäckig, es gäbe auch atmende Wände? Von atmenden Wänden sprach erstmals der bayerische Chemiker und Hygieniker Max Josef Pettenkofer. Im 19. Jahrhundert stellte er in einem von ihm untersuchten Zimmer fest, dass der Luftaustausch dort trotz abgedichteter Fugen an den Ziegelwänden schneller als erwartet funktionierte. Daraus schloss er, dass die Luft durch die Ziegelwände hindurch ausgetauscht wurde. Die Wände schienen also für ihn zu „atmen“. Aber das tun sie wohl nicht. Etwa seit den 30-iger Jahren gilt es als erwiesen, dass verputzte Wände luftdicht sind. Im Innenraum nehmen Lehm und hydraulische Putze besonders schnell Wasserdampf auf und geben ihn an trockene Raumluft wieder ab. Das verbessert die Raumluftqualität. Den Transport von Feuchtigkeit nach außen können die Wände aber wohl ebenso wenig leisten wie den Luftaustausch in einem Zimmer. Daher müssen Sie bis heute ab und an durch das Öffnen der Fenster oder mit einer Lüftungsanlage nachhelfen.

12) Bei zentralen Lüftungsanlagen ist jeder Raum im Haus gleich warm.

12) Bei zentralen Lüftungsanlagen ist jeder Raum im Haus gleich warm.

In einigen Energiesparhäusern trägt die Lüftungsanlage zur Wärmeversorgung bei. Da diese Anlagen für ausreichend Frischluft sorgen, könnte man schnell auf die Idee kommen, dass sie auch überall im Haus die gleiche Wärme verteilen. Das wäre keineswegs immer gut, schließlich möchte man vielleicht im Schlafzimmer etwas kühlere Temperaturen haben als im Wohnzimmer. Wärme spendende Lüftungsanlagen können tatsächlich, je nach Bauweise, differenzierte Temperaturen in verschiedenen Zimmern verhindern. Bei den meisten Baustandards sind Lüftungsanlagen jedoch entweder nur für den Luftaustausch zuständig oder dienen ab und an zur Unterstützung des Heizsystems. Maximal einige Passivhäuser werden nur über die Luft beheizt. Alle anderen Häuser besitzen nach wie vor ein separates Heizsystem mit Thermostaten, um die Temperaturen individuell für einzelne Räume zu regeln.

13) Fenster auf „Kipp“ senken den Lüftungswärmeverlust!

13) Fenster auf „Kipp“ senken den Lüftungswärmeverlust!

Gekippte Fenster sind ja nur einen Spalt breit offen; dadurch kann ja eigentlich nicht soviel Wärme entweichen, oder? Also lassen Sie das eine oder andere Fenster längere Zeit gekippt, um frische Luft ins Haus zu lassen und glauben zugleich, den Wärmeverlust im Haus gering zu halten. Das Problem dabei: In der Regel werden Sie den notwendigen Luftwechsel im Haus nicht durch Fenster in Kipp-Stellung realisieren können. Dadurch wird eventuell auch nicht ausreichend Feuchtigkeit aus Ihrem Haus transportiert und die Gefahr von Schimmel an Decken und Wänden steigt. Um einen halbwegs akzeptablen Luftaustausch über gekippte Fenster zu erreichen, müssten Sie die Fenster zudem eine kleine Ewigkeit gekippt lassen. Und dann dringt sehr wohl jede Menge Wärme aus dem Haus und die Sache wird teuer. Halbherziges Lüften bringt also eher Nachteile als Vorteile. Öffnen Sie die Fenster lieber in regelmäßigen Abständen für einige Minuten weit. Das ist eindeutig die bessere Variante der Lüftung Ihres Hauses. Vielleicht werfen Sie einmal einen Blick auf unsere Infos zu richtigem Lüften?

14) Bei Schimmel Problemen hilft Schimmelanstrich!

14) Bei Schimmel Problemen hilft Schimmelanstrich!

Es klingt so einfach: Sie überpinseln schimmlige Stellen an der Wand oder an der Decke einfach mit Anti-Schimmelfarbe und alles ist gut. Damit folgen Sie aber letztlich nur dem Prinzip: „Was ich nicht sehe, das gibt es auch nicht“. Und dieses Prinzip funktioniert viel seltener, als man es gerne hätte. Mit Anti-Schimmelfarbe bekämpfen Sie nicht die Ursachen des Schimmelbefalls und werden Ihre Wohnung nicht nachhaltig von Schimmelpilzen befreien. Zur Vorbeugung gegen Schimmel hilft richtiges Lüften. Ist bereits Schimmel in Ihrer Wohnung vorhanden, sollten Sie einen Fachmann zu Rate zu ziehen und gemeinsam mit ihm nachhaltige Lösungen gegen den Schimmel angehen. Den Schimmel einfach mit Anti-Schimmelfarbe zu überdecken, ist KEINE nachhaltige Lösung.

15) Eine Wärmepumpe stellt die Wärme kostenlos zur Verfügung!

15) Eine Wärmepumpe stellt die Wärme kostenlos zur Verfügung!

Sollte ein Anbieter von Wärmepumpen das von seinen Produkten behaupten, sollten Sie etwas vorsichtig werden. Dieser Mensch sagt Ihnen nicht die Wahrheit. Die Aussage „Eine Wärmepumpe stellt Ihnen Wärme kostenGÜNSTIG zur Verfügung“ ist da schon sehr viel ehrlicher und zutreffender. Kurz gesagt: Eine Wärmepumpe nutzt tatsächlich kostenlos zur Verfügung stehende Umweltwärme, um damit Ihr Haus zu beheizen. Umweltwärme kann beispielsweise die Wärme des Erdreichs sein, die Wärme der Luft oder des Grundwassers. Damit das jedoch funktioniert, benötigt eine Wärmepumpe Strom als Hilfsenergie: nicht wahnsinnig viel, aber eben doch ein bisschen. Diesen Strom müssen Sie zahlen, es sei denn, Sie produzieren ihn mit einer Photovoltaikanlage selbst. Aber auch dann stellt die Wärmepumpe alleine (!) Ihnen die Wärme nicht kostenlos zur Verfügung.

16) Alte Häuser sind nicht mehr zu sanieren!

16) Alte Häuser sind nicht mehr zu sanieren!

Unser altes Haus sanieren? Das hat doch gar keinen Zweck! Eine ganze Reihe von Hausherrn denkt so. Sie auch? Tatsächlich gibt es auch in Deutschland Häuser, deren Bausubstanz derart beschädigt ist, dass im Grunde nur noch der Abriss hilft. Aber das sind eventuell sehr viel weniger Häuser, als Sie vielleicht denken. Viele alte und auch sehr alte Häuser lassen sich auf wirtschaftliche Weise durchaus energetisch auf den heutigen Stand bringen, sodass sie Ihnen gleich wieder viel mehr Freude bereiten. Was im Einzelfall machbar, effizient und wirtschaftlich ist, kann letztlich nur ein Fachmann beurteilen, der Sie bei Bedarf auch zu Finanzierungsmodellen und Fördermitteln berät. Vielleicht kontaktieren Sie einfach einmal einen?

17) Eine Infrarotbetrachtung sagt schnell über die Qualität und Verluste meines Hauses aus!

17) Eine Infrarotbetrachtung sagt schnell über die Qualität und Verluste meines Hauses aus!

Bilder von Infrarotkameras taugen zur Analyse, wo Ihr Haus Wärme verliert. Und sie scheinen auch dem Laien ganz einfache Interpretationen zu ermöglichen: „Blau“ steht für kühl, „Rot“ für Wärme und rote Flächen rund um das Fenster zeigen beispielsweise, dass das Fenster dringend gedämmt werden muss. Ganz so einfach sind die Dinge dann aber doch nicht. Wer Bilder von Wärmebildkameras richtig interpretieren möchte, um auf dieser Basis über energetische Sanierungsmaßnahmen zu entscheiden, muss bei seiner Interpretation beispielsweise das Wetter und die Temperaturen am Tag der Aufnahme berücksichtigen. Bestenfalls nutzt er als Fotograf zudem kalte und bedeckte Wintertage für seine Aufnahmen. Wer thermografische Aufnahmen analysiert, sollte darüber hinaus die Grenzen der Technik kennen. So genannte hinterlüftete Fassaden lassen sich beispielsweise nicht anhand der Aufnahme einer Infrarotkamera energetisch bewerten. Sie sollten daher ausschließlich auf Fachleute vertrauen, die das Instrument „Infrarotkamera“ kennen, passend ausgebildet sind und Wärmebilder richtig interpretieren. Ansonsten werfen Sie Geld für etwas zum Fenster heraus, was letztlich keinen Wert für Sie hat.

18) Warum mehr ausgeben, wenn ich eine Vor- Ort- Beratung auch für 300€ bekomme!

18) Warum mehr ausgeben, wenn ich eine Vor- Ort- Beratung auch für 300€ bekomme!

Wir gehören nicht zu den Leuten, die behaupten, ein besonders preisgünstiges Angebot müsse auch stets ein besonders schlechtes Angebot sein. Bei einer Energie-Vor-Ort-Beratung für 300 Euro sind wir dann aber doch etwas skeptisch. Eine wirklich gute Vor-Ort- Beratung lässt Sie als Hausbesitzer mit einem fundierten Bericht zurück, der mehrere mögliche Sanierungsmaßnahmen für Ihr Haus präsentiert und Ihnen zumindest in etwa die Kosten und Effekte jeder einzelnen Maßnahme nennt. Um solch einen Bericht zu erstellen, wird sich ein Energieberater Ihr Haus sehr genau ansehen müssen. Er wird Daten ermitteln und berechnen müssen und er wird Ihnen bei Fragen zur Seite stehen. Das ist nicht wenig Arbeit und für nur 300 Euro praktisch nicht durchzuführen. Nicht missverstehen: Es geht nicht darum, dass Sie einen Energieberater dabei unterstützen sollen, seine erste Million Euro aufs Konto zu bekommen. Es geht darum, dass er einen vernünftigen Preis für eine Leistung erhält, die er ansonsten nicht erbringen kann, und der liegt für sorgfältige Arbeit nicht bei 300 Euro. Das bedeutet auch: Wir haben noch keine 300-Euro-Vor-Ort-Beratung kennen gelernt, die als effektive Energieberatung durchgegangen wäre. Und mehr als 300 Euro für etwas Wertvolles sind besser als 300 Euro für eine Beratung, nach der Sie noch immer nicht wissen, wie eine effiziente energetische Sanierung Ihres Hauses aussehen könnte.

19) Im Sommer sollte man den feuchten Keller lüften!

19) Im Sommer sollte man den feuchten Keller lüften!

Das ist wieder so etwas, was erst einmal logisch klingt. Im Sommer ist es heiß und durch die Hitze verdampft die Feuchtigkeit im Keller. Klingt gut. Ist aber falsch. Denken Sie einmal etwas genauer über die Luft im Sommer nach. Sie ist hierzulande tatsächlich meistens warm, aber sie ist auch meistens feucht. Das bedeutet: Sie entzieht Ihrer Kellerluft keine Feuchtigkeit. Im Gegenteil: Häufig sorgt sie dafür, dass Ihre Kellerluft noch feuchter wird. Winterluft ist anders. Sie ist oftmals extrem trocken und perfekt dazu geeignet, Feuchtigkeit aus Ihrem Keller aufzunehmen und nach draußen zu transportieren. Große Lüftungsaktionen im Keller sollten Sie also für den Winter planen. Kurz gesagt: Kellerfenster im Winter konstant auf, im Sommer geschlossen. So sorgen Sie wirklich für einen trockenen Keller. Weitere Infos finden Sie auf unserer Seite zum Thema Keller lüften.

20) Pflanzen wachsen langsamer und frieren über Erdkollektoren!

20) Pflanzen wachsen langsamer und frieren über Erdkollektoren!

Erdkollektoren oder Sonden werden im Erdboden verankert, um der Erde Wärme zu entziehen und sie für die Beheizung eines Hauses nutzbar zu machen. Daher kühlt die Erde in ihrer Umgebung tatsächlich etwas ab. Werden die Kollektorfelder allerdings richtig verlegt, so liegen sie in Bereichen der Erde, in die Wurzeln von Pflanzen wie von Blumen und Gemüse niemals eindringen. Aus diesem Grund haben die Kollektoren auch keinen Einfluss auf das Wachstum oder das Überleben dieser Pflanzen. Etwas anders sieht die Sache bei Bäumen und Sträuchern aus, die nicht in der Nähe von Erdkollektoren wachsen sollten. Allerdings kehrt sich die Gefährdung bei ihnen um: Es sind nicht die Kollektoren oder Sonden, die die Bäume gefährden. Vielmehr können die Wurzeln der Bäume beispielsweise die Röhrchen der Kollektoren beschädigen.

21) Bei neuen Fenstern müssen die Dichtungen heraus genommen werden um einen ausreichenden Luftwechsel zu erreichen!

21) Bei neuen Fenstern müssen die Dichtungen heraus genommen werden um einen ausreichenden Luftwechsel zu erreichen!

Wer die Dichtung neuer Fenster entfernt, macht in etwa dasselbe wie derjenige, der Löcher in den Schmutzfilter eines Wasserrohres bohrt, damit das Wasser schneller abfließt. Er nimmt den Dingen ihren Sinn. Energetisch gute Fenster werden extra luftdicht gebaut, damit sie die Wärme im Haus halten. Wer dann die Dichtung entfernt, hat kaum mehr als mit alten Fenstern erreicht. Für ein energieeffizientes Haus wird ein Lüftungskonzept erstellt, mit dem der Luftaustausch im Haus ohne große Wärmeverluste realisiert wird. Fenster mit entfernten Dichtungen werden Sie in solch einem Konzept definitiv nicht finden.

22) Im Winter sollte man Luftbefeuchter Aufstellen um zu trockene Luft zu vermeiden!

22) Im Winter sollte man Luftbefeuchter Aufstellen um zu trockene Luft zu vermeiden!

Luftbefeuchter erhalten Sie heute in allen Bauformen. Sie sollen trockene Heizungsluft im Winter befeuchten und sie somit für den Menschen besser verträglich machen und ihm auch dabei helfen, Erkältungen zu vermeiden. In unsanierten Altbauten kann zu trockene Luft im Winter tatsächlich ein Thema sein. Undichte Fenster sorgen in solchen Bauten schnell für einen unkontrollierten Luftwechsel. Durch sie gelang kalte trockene Luft in die Räume eines Hauses, die durch Erwärmen noch trockener wird. Hier kann ein Luftbefeuchter eventuell Sinn machen. Grundverkehrt ist er allerdings bei sanierten Altbauten mit Wärmeschutzverglasung und ohne Lüftungsanlage. Wird dann vom Hausherrn zu wenig gelüftet, funktioniert der Luftaustausch nicht richtig. Das bedeutet auch: Feuchtigkeit in der Raumluft wird häufig nicht in ausreichendem Maße aus dem Haus nach draußen transportiert und die Raumluft ist tendenziell eher zu feucht als zu trocken. Luftbefeuchter würden die Gefahr einer zu feuchten Raumluft noch vergrößern, wodurch auch die Gefahr von Schimmel oder Sporen an Wänden, Böden und/oder Decken steigt. Bei Häusern mit gut gedämmten Fenstern sollten Sie daher auf Luftbefeuchter eher verzichten.
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