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Warum macht Wasser bisweilen krank?


Hygiene Wasser ist Leben. Wir trinken es, wir baden darin, wir kochen damit. Wasser sollte sauberes Wasser sein, damit es die menschliche Gesundheit nicht gefährdet. Das Trinkwasser muss frei von Krankheitserregern, genusstauglich und rein sein: So schreibt es etwa Paragraf VIER der Trinkwasserverordnung (TVO) vor. Was die Wasserversorger liefern, erfüllt diese Kriterien praktisch ausnahmslos. Aber das Wasser muss auch durch das Rohrsystem in Ihrem Haus. Und was da mit ihm geschieht, ist schon eine ganz andere Frage. Hier kann es durchaus dazu kommen, dass Keime im Wasser landen, die Ihre Gesundheit gefährden. Sie sollten daher einige Grundregeln beim Umgang mit Wasser beachten und bei Bau- und Sanierungsmaßnahmen für ein geeignetes Wasserrohrsystem sorgen, das die Gefahr von gefährlichen Keimen im Wasser minimiert.

Rohr frei für einwandfreies Trinkwasser

Die gute Nachricht zuerst: Zu 99,9 Prozent ist das Trinkwasser aus der öffentlichen Wasserversorgung in Deutschland in Ordnung. Da könnten Sie sich durchaus auf den Standpunkt stellen, Sie müssen für einwandfreies Trinkwasser keine weiteren Maßnahmen treffen. Aber vielleicht sollten Sie es doch tun? Infektionen durch Trinkwasser mögen Einzelfälle sein, aber sie kommen vor. Man liest das bisweilen in Zeitungen: Legionellen wurden im Duschwasser eines Hallenbades gefunden oder Bakterien haben Wasser in einem Hotel verunreinigt. Alte und unzureichende Rohre können auch bei Ihnen Zuhause prinzipiell sauberes Wasser zum Gefahrenherd machen. Und dann findet man auch in Ihrem Trinkwasser vielleicht Legionellen. Verhindern Sie das! Es ist eigentlich relativ einfach.

Warum könnte sich Legionella pneumophila auch bei Ihnen Zuhause wohl fühlen?

Der Erreger „Legionella pneumophila“ löst neunzig Prozent aller Infektionen mit Legionellen in Deutschland aus. Er vermehrt sich besonders gut bei Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad Celsius. Das bedeutet: Möglicherweise fühlt er sich in den weit verzweigten Leitungssystemen zur Warmwasserverteilung in Ihrem Haus ganz wohl. Das wäre gut für ihn und schlecht für Sie. Wenn Sie Wassertröpfchen, Wasserdampf oder Aerosole einatmen, die den Erreger enthalten, können Sie sich infizieren. Die Legionärskrankheit (Legionellose) bricht zwei bis zehn Tage nach der Ansteckung aus und äußert sich meist als Lungenentzündung, in leichteren Formen mit Grippe-Symptomen.

Schutz zu Hause und unterwegs

In Ihrem eigenen Haus haben Sie natürlich weitaus mehr Möglichkeiten, die allgemeine Hygiene des Trinkwassers zu beeinflussen, als etwa im Urlaubs-Hotel oder auf der Krankenstation. Aber selbst im Krankenhaus oder im Hotel können Sie einige Vorsichtsmaßnahmen treffen, um sich vor einer Infektion mit Legionellen zu schützen.

• In Hotelzimmern oder Ferienwohnungen, die nicht durchgängig genutzt werden, ist es sinnvoll, vor dem Duschen so lange kaltes Wasser laufen zu lassen, bis wirklich ganz kaltes Wasser aus der Brause kommt.

• Auch zu Hause sollten Sie den Wasserhahn morgens vor der ersten Benutzung für eine Weile aufdrehen, damit abgestandenes Wasser abfließt.

Im eigenen Haus haben Sie weitere Möglichkeiten. Sie sollten die Leitungen in Ihrem Haus beispielsweise regelmäßig thermisch desinfizieren. Moderne Heizungen besitzen dafür ein bestimmtes Programm, mit dem Sie Wasser vorübergehend auf 70° Celsius erhitzen und so gefährliche Keime abtöten.

Was können Sie als Bauherr für Trinkwasser-Hygiene tun?

Als Bauherren können Sie bei der Trinkwasser-Hygiene noch früher ansetzen.

• Planen Sie Leitungsnetze geschickt und sorgfältig,

• stellen Sie optimale Rücklauftemperaturen sicher und

• dimensionieren Sie Rohre nicht zu groß.

Auch durch die Auswahl der richtigen Wasserrohre lässt sich die Trinkwasser-Hygiene steigern.

• Trinkwasserrohre sollten hochwertig und gegen Desinfektionsmittel beständig sein, egal ob sie aus Edelstahl oder Kunststoff bestehen. Im besten Fall sollten sie über den durch die Industrienorm DIN/DVGW vorgeschriebenen Standard hinausgehen. Diese Norm beschreibt Mindestanforderungen für Produkte in Bezug auf Funktionstüchtigkeit, Sicherheit und Hygiene.

• Wählen Sie auch den Installateur sorgsam aus: Die Rohre müssen auf der Baustelle fachgerecht gelagert und gewissenhaft installiert werden, damit die hygienisch verschlossen gelieferten Rohre nicht bereits auf der Baustelle verschmutzen und zu möglichen Brutnestern für gefährliche Keime werden.

• Ringförmig angelegte Rohrsysteme tragen in besonderen Maß zu einwandfreiem Trinkwasser bei. In ihnen ist das Wasser immer in Bewegung, was sich positiv auf die Wasserqualität auswirkt.

• Vermeiden Sie beim Rohrsystem so genannte „Toträume“. Hier kommt es zu stehendem Wasser, was das Auftreten von Keimen begünstigt.

• Legen Sie darüber hinaus möglichst Stichleitungen zu selten benutzten Entnahmestellen still. Wasser, das in kaum genutzten Leitungen zu Wasserhähnen im Keller, Garten oder Gäste-WC steht, kann ein guter Nährboden für Keime sein und auch die Wasserqualität im restlichen Leitungsnetz beeinträchtigen.

Qualitativ hervorragende Rohre, sorgfältige Installation und umsichtiges Verhalten der Verbraucher bieten zuverlässigen Schutz vor schweren Infektionen mit bedrohlichen Krankheitserregern.

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