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Bundesregierung erhöht Zuschüsse für Vor-Ort-Energieberatungen

Wertgutachten Die Bundesregierung erhöht zum 01.07.2012 die Grundförderung für eine Vor-Ort-Energieberatung. Für eine Beratung bei Einfamilienhäusern gibt es künftig 400 Euro, bei Mehrfamilienhäusern 500 Euro Zuschuss. Die Beratungen sind Teil des Förderprogramms „Vor-Ort-Beratung“, das Eigentümern, Mietern und Pächtern von Wohngebäuden und Wohnungen dabei hilft, Energieeinsparpotenziale zu identifizieren. Wer sein Haus fit machen möchte für die Zukunft, sollte sich jetzt die Zuschüsse sichern. Das Förderprogramm wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) betreut. Eine Vor-Ort-Beratung erfolgt dabei in mehreren Schritten: Zunächst erfasst der Energieberater den Ist-Zustand des Gebäudes bzw. der Wohnung, insbesondere den bautechnischen Zustand und die Heizungstechnik. Danach wird ein umfassender schriftlicher Beratungsbericht erstellt, der Maßnahmen vorschlägt und diese energetisch und wirtschaftlich bewertet. Die Ergebnisse werden dem Kunden schließlich in einem persönlichen Gespräch konkret erläutert. Die Berater geben darüber hinaus wertvolle Hinweise auf Förderprogramme und Zuschussmöglichkeiten. Die Zuschüsse für Vor-Ort-Beratungen bei Einfamilienhäusern erhöhen sich von 300 auf 400 Euro und bei Mehrfamilienhäusern mit mindestens drei Wohneinheiten von 360 auf 500 Euro – gefördert werden bis zu 50 Prozent der Beratungskosten. Die Blower-Door-Bonusförderung entfällt. Thermografieaufnahmen werden zusätzlich mit 100 Euro und eine Stromsparberatung mit 50 Euro unterstützt. Mit der Erhöhung wurden auch die Anforderungen an die Beratungsberichte überarbeitet. Diese sollen noch besser auf die Bedürfnisse der Sanierungswilligen eingehen. Neu sind z.B. ein zwingend vorgeschriebenes Gesamtsanierungskonzept mit dem Mindestziel KfW-Effizienzhaus und ein Maßnahmenfahrplan für die stufenweise Sanierung. Anträge für Vor-Ort-Beratungen der BAFA können nur von Energieberatern, die als BAFA-Berater zugelassen sind, gestellt werden. Eine Übersicht über zugelassene Berater finden Sie ab dem 01.07.2012 unter www.energie-effizienz-experten.de. Hierfür müssen Energieberater bei der dena ein separates Eintragungsverfahren durchlaufen. Das BAFA prüft als zuständige Bewilligungsbehörde die Antragsberechtigung für das Förderprogramm. Für die Antragsberechtigten ist es unerheblich, ob sich Energieberater in der Energieeffizienz-Expertenliste der dena eintragen lassen. Antragsberechtigte, die sich nicht in der dena-geführten Liste eintragen, können weiterhin das Vor-Ort-Beratungsprogramm durchführen. Die Anforderung an die fachliche Qualifikation der Antragsberechtigten soll zum 1. Januar 2013 geändert werden. Bisher antragsberechtigte Energieberater bleiben das auch in Zukunft (Bestandsschutz). Mit einer Vor-Ort-Beratung verschafft man sich eine fundierte Grundlage für alle Schritte einer ganzheitlichen Sanierung – sei es zur Umsetzung als Ganzes oder mit aufeinander abgestimmten Einzelmaßnahmen. Man erhält eine schnelle Übersicht über das Kosten-Nutzen-Verhältnis der möglichen Einsparmaßnahmen. So können überhöhte Umsetzungskosten und Investitionen an falscher Stelle vermieden werden.